

Wann sollte man seinen Fahrradhelm erneuern?
- nach einem Unfall
Man sollte seinen Helm gleich nach dem ersten Sturz bzw. Unfall ersetzen. Helme sind dazu konzipiert den Kopf vor einem Stoß zu schützen, und nur vor einem. Bei einem Sturz, auch wenn der Helm nicht sichtbar beschädigt ist, können sich unsichtbare Mikrorisse gebildet haben. Mit einem Helm zu fahren, der bereits einen Sturz mitgemacht hat, kann gefährlich sein, denn er hat nicht mehr dieselbe schützende Wirkung wie ursprünglich.
- bei sichtbarer Beschädigung
Wenn Sie mit bloßem Auge Beschädigungen an Ihrem Helm feststellen können (kleine Risse, abgerissene Riemen, Teile, die abgehen..) sollten Sie unbedingt den Helm wechseln. Nur ein Helm in gutem Zustand kann Sie optimal schützen.
- Nach einigen Jahren
Je nach Häufigkeit der Benutzung, wird empfohlen den Helm zu wechseln, wenn das Material müde wird (etwa nach fünf Jahren, wenn der Zustand bis dahin einwandfrei war). Ein zu alter Helm kann Bestandteile haben, die weniger gut altern als andere, vor allem wenn Sie Ihren Helm an einem kalten und/oder feuchten Ort aufbewahren.
- Neue Sportart
Wenn Sie auf eine neue Sportart umsteigen wollen, als diejenige, die Sie bisher ausgeübt haben, brauchen Sie auch einen entsprechenden neuen Helm, der an die neuen Herausforderungen angepasst ist (Beispiel: Wechsel von BMX zu Freeride, von Rennrad zu MTB…
- Andere Gründe
Es gibt viele andere Gründe: Sie möchten z.B. mal einfach so einen anderen Helm probieren, einen leichteren, stylischeren oder einen Helm mit besserer Belüftung haben etc.

Größe des Fahrrad- und MTB-Helms
Die Helmgrößen werden z.B. als "53-56 cm" angegeben, was dem minimalen und maximalen Kopfumfang entspricht. Um Ihre Größe zu ermitteln, müssen Sie lediglich Ihren Kopfumfang messen. Den Kopf im Stirnbereich (da, wo der Kopf am breitesten ist) mit einem Maßband umwickeln.
- Den richtigen Kinderhelm wählen
Die Wahl eines Kinderhelmes erfolgt vor allem durch die Wahl der richtigen Größe. Kinder wachsen schnell und es gibt viele verschiedene Helmgrößen. Prüfen Sie außerdem, dass der Helm über Lüftungsschlitze und das CE-Zeichen verfügt. Damit wird gewährleistet, dass er die gesetzlichen Sicherheitsstandards erfüllt.
- Den richtigen Trekkingbike-/Citybike-Helm wählen
Trekkingbike- und Citybike-Helme sind in der Regel relativ rund und verfügen über zahlreiche Lüftungsschlitze. Prüfen Sie, ob Sie den Helm vollständig oder zumindest teilweise reinigen können (herausnehmbare Innenteile aus Schaumstoff) und ob er das CE-Zeichen trägt.
- Den richtigen Rennrad-Helm wählen
Sobald Sie Ihren Kopfumfang ermittelt haben, müssen Sie nur noch auf einige Kleinigkeiten achten: Gibt es Lüftungsschlitze? Kann man den Helm reinigen? Entspricht er den CE-Normen? Ist der Helm zu schwer/zu leicht für meine Bedürfnisse? Rennrad-Helme sind in der Regel besonders leicht. Der größte Unterschied liegt meist in Form und Design (aerodynamische Form und Farbe) des Helms.
- Den richtigen MTB-Helm wählen
Beim klassischen MTB (Touren, Crosscountry…) ähneln die Helme den Citybike- oder Rennrad-Helmen. Sie sollten über mehrere Lüftungsschlitze verfügen, den Sicherheitsnormen entsprechen und relativ leicht sein. Die MTB-Helme können ein kleines Visier haben, um den Fahrer gegen Regen (oder eventuell gegen Sonneneinstrahlung) oder Schmutzspritzern zu schützen.
- Den richtigen MTB Freeride-Helm wählen
Wenn Sie professionellem Niveau MTB fahren (mit Sprüngen, Downhillfahrten etc …) ist es sehr wichtig einen Helm zu tragen, ganz egal ob Sie Anfänger oder Profi sind. Integralhelme (Typ Motocross, aber leichter) sind sehr gut, denn sie schützen, im Fall eines Sturzes, wirklich den gesamten Kopf (inkl. Kiefer). Stürze können bei diesen Sportarten sehr schwerwiegend und brutal sein; daher die Notwendigkeit einen solchen Helm zu tragen.
- Den richtigen BMX-Helm wählen
Es gibt zwei Helmtypen für BMX-Fahrer: den Integralhelm (Typ Motocross, der den ganzen Kopf schützt) und den Helm in Schalenform, der wie schon der Namen sagt, wie eine Schale aussieht. Der Integralhelm schützt mehr, kann aber auch als störend empfunden werden (schwerer, schlechtere Sicht…). Er wird vor allem von "BMX-Racern" (Rennen) verwendet. Der "Schalenhelm" wird bei anderen BMX-Sportarten eingesetzte (Skate-Park …).

Den Helm richtig aufsetzen
Den Helm sollte den Kopf richtig umfassen: Zwischen Kopf und Helm sollte kein Freiraum sein. Er sollte gerade sitzen und gleichzeitig die obere Stirnhälfte (einige Zentimeter über den Augenbrauen) und die Kopfrückseite bedecken. Bei einem Rückwärtssturz sollte nur der Helm den Boden berühren.
Der Riemen sollte weder zu festgezogen (man sollte den Kopf ohne Probleme drehen können) noch zu lose sein (der Riemen sollte nicht über das Kinn wandern können). Um sicher zu gehen, dass der Helm richtig sitzt, drehen Sie den Kopf zunächst von links nach rechts und dann von oben nach unten: Weder Helm noch Riemen sollte sich bewegen, noch Sie stören.
Unbedingt vermeiden:
- Den Helm anziehen ohne ihn festzumachen
Den Helm auf den Kopf zu setzen, macht keinen Sinn, wenn Sie ihn nicht befestigen. Es kann z.T. noch gefährlicher sein, als gar keinen Helm zu tragen. Bei einem Zusammenprall oder Sturz, ist Ihr Kopf überhaupt nicht geschützt.
- Ohne Helm fahren
Auch wenn fahren mit Helm keine Pflicht ist, wird es doch sehr stark empfohlen. Ein Sturz oder Zusammenprall, ganz egal was für ein Fahrrad und wie Sie es fahren, kann jedem passieren. Dabei spielt es keine Rolle ob Sie Anfänger oder Profi sind. Ein Fahrradhelm ist eine nicht zu vernachlässige Sicherheitsquelle und kann Ihnen schwere Folgeschäden ersparen, sprich Ihnen sogar das Leben retten. Ganz egal wie weit und wo Sie fahren: Tragen Sie unbedingt einen Helm!
- Einen zu großen oder zu weiten Helm tragen
Ein zu großer Helm verliert seine Wirkung. Der Schock durch einen Sturz wird nicht auf den gesamten Helm verteilt und kann daher sehr schmerzhaft sein. Ein zu loser Helm kann sehr gefährlich sein, denn er kann den Fahrer erwürgen oder schwer verletzen.
- Den Helm für etwas anderes als Radfahren verwenden
Ein Fahrradhelm ist ausschließlich fürs Radfahren konzipiert. Es ist verboten einen Fahrradhelm für mechanische Sportarten (z.B. Motorradfahren) zu verwenden.
